Die Sportstadt Basel setzt auf den Grossen Rat!

Mittwoch, 4. September 2019 - Der Dachverband SPORT BASEL und der PANATHLON CLUB beider BASEL sind enttäuscht über den Inhalt und die Schlussfolgerungen in der Stellungnahme der Basler Regierung vom 2. Juli 2019 zur überparteilichen Motion betreffend kosten- und gebührenfreie Nutzung der kantonalen Sport- und Bewegungsanlagen für die organisierten Basler Sportvereine (19.5071.02). Der Basler Sportgedanke und somit die Entwicklung der Sportstadt Basel scheinen in der Entscheidungsfindung der Regierung wenig Platz zu haben. Wir möchten die Mitglieder des Grossen Rates aus folgenden Gründen bitten, weiterhin an der Motion festzuhalten:

 

  1. Mehr als 5000 Sportlerinnen und Sportler haben in einer Petition dazu aufgerufen, das Anliegen zur finanziellen Entlastung der Basler Sportvereine umzusetzen. In unserem Kanton treiben über 31’000 Menschen aktiv in 286 Vereinen Sport. Sie werden direkt von der Umsetzung der Motion profitieren.
  2. Es liegt uns fern, die Empfänger von staatlicher Unterstützung gegeneinander auszuspielen. Einen Einnahmeausfall von ca. CHF 2 Mio. pro Jahr halten wir im Vergleich zur Unterstützungsbereitschaft unseres Kantons in anderen Bereichen für vertretbar.
  3. Die Antwort der Regierung gleicht einer eigentlichen Drohkulisse, bestückt einzig mit Negativbeispielen. Chancen für die Entwicklung des Basler Sports werden keine aufgezeigt. Wir sind vom Effekt einer gebührenfreien Nutzung der Sportanlagen auf die Entwicklung unserer Sportvereine und der Basler Sportlerinnen und Sportler überzeugt und möchten gerne den Tatbeweis erbringen.
  4. Die Angst vor einer Gratiskultur ist völlig unbegründet. Sportvereine haben viele Kosten zu tragen, die nur dank grossen ehrenamtlichen Engagements bewältigt werden können. Die Umsetzung der Motion hilft die Mitgliedschaftsgebühren auch in Zukunft tief zu halten und Sport für Alle zu ermöglichen.
  5. Es kann zutreffen, dass die Nachfrage nach Infrastruktur steigt. Bereits heute muss das Sportamt für eine effiziente Nutzung der Sportanlagen sorgen Die Umsetzung der Motion hilft dieses System, das Verbesserungspotential aufweist, zu verfeinern. Sportpolitisch ist es zu begrüssen, wenn die Nachfrage steigt.
  6. Wir sind überzeugt: Jetzt hat unser Kanton die Chance dem Basler Sport einen Vorteil und ein Entwicklungsschub zu verschaffen!

 

Liebe Mitglieder des Grossen Rates. Wir möchten uns für Ihre bisherige Unterstützung herzlich bedanken. Wir möchten an Sie appellieren, auf «den letzten 100m» alles für den Basler Sport zu geben und die Motion ein zweites Mal zu überweisen.


Reaktion auf den Regierungsratsbeschluss

Donnerstag, 4. Juni 2019 - Der Regierungsrat Basel-Stadt lehnt die Motion für eine kosten- und gebührenfreie Nutzung der kantonalen Sport- und Bewegungsanlagen für die organisierten Basler Sportvereine ab.  Die 5'358 gesammelten Unterschriften vermochten den Regierungsrat offenbar nicht davon zu überzeugen, wie wichtig die diesbezügliche Anpassung des Sportgesetzes (§ 6 Absatz 3) für den Sport und somit die Sportstadt Basel ist. 

 

Die Motion geht nun nach den Sommerferien an den Grossen Rat zurück, mit dem Antrag diese in einen Anzug umzuwandeln. Der Dachverband SPORT BASEL und der Panathlon Club beider Basel halten an ihrem Ziel fest, dass der Grosse Rat für die Motion wiederum eine Mehrheit findet und die Motion für den Regierungsrat somit zum verbindlichen Auftrag wird.  

 

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Der Regierungsrat Basel-Stadt lehnt Motion ab

Dienstag, 2. Juni 2019 - Der Regierungsrat Basel-Stadt lehnt die Motion Thomas Gander und Konsorten betreffend kosten- und gebührenfreie Nutzung der kantonalen Sport- und Bewegungsanlagen für die organisierten Basler Sportvereine ab. Der Regierungsrat beantragt dem Grossen Rat, die Motion als Anzug  und nicht als Motion zu überweisen.

 

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Regierungsratsbeschluss vom 2. Juli 2019
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Stellungsnahme zum Regierungsratsbeschlu
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5'358 Unterschriften für unsere Sportstadt Basel

Mittwoch, 26. Juni 2019 - Mit 5'358 Unterschriften fordern die Dachorganisation der Sportverbände im Kanton Basel-Stadt «Sport Basel» und der Panathlon Club beider Basel (PCbB) eine Kosten- und Gebührenbefreiung für Sportvereine bei der Nutzung der baselstädtischen Sport- und Bewegungsanlagen. Die Übergabe an die Staatskanzlei, vertreten durch Vize-Staatsschreiber Marco Greiner, fand am 26. Juni 2019 mittags im Innenhof des Basler Rathauses statt.

 

200 Goldmedaillen

Mit Humor und «Goldmedaillen» dankte Sport Basel Präsident Marco Liechti sowie Panathlon Basel-Präsident Rolf Klarer den Grossrätinnen/Grossräte und die Regierung für die Bereitschaft sich für Gebührenbefreiung einzusetzen. Als Zeichen des Dankes für diese Unterstützung übergab er 120 Goldmedaillen – für jede Grossrätin und jeden Grossrat sowie für die Regierung und involvierten Personen eine.  Weitere 80 Medaillen wurden unter den Anwesenden verteilt.

 

Aus Sicht der Petitionäre, ist die Förderung des Sports und damit auch der Vereine eine Aufgabe von öffentlichem Interesse. Gerade in einem urbanen Umfeld macht eine grösstmögliche Investition in die Sportvereine Sinn, der Kanton habe hier Verantwortung zu tragen.

 

Marco Liechti deklarierte in seiner kurzen Übergaberede das Bedürfnis Raum für Sport zu geben. Angesichts der gesunden Finanzen im Kanton, sei dies machbar, zumal Sportvereine durch die Gebühren stark belastet werden. Somit sind attraktive Mitgliederbeiträge und damit auch die Existenz vieler Vereine gefährdet, zumal auch die Generierung von Sponsoringgelder und Drittmittel immer schwieriger wird.

 

Mit der Übergabe der Petition erhält der überparteiliche Vorstoss von Grossrat Thomas Gander, welcher den gleichen Inhalt aufnimmt und nach der Erstüberweisung im April 2019 im Herbst vom Grossen Rat das zweite Mal behandelt wird, eine starke und breite Unterstützung.

 

 

 

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Medienmitteilung Petitionsübergabe 24.06
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Bericht Radio Basilisk vom 4.4.2019.mpeg
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